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Ausstellung „Lebenspuzzle“ vom 18.09.03 – Januar 2004

Teehaus im Englischen Garten – Berlin

Laudatio für Susanne Haun

Laudator Andreas Mattern

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde, Kunstfreunde; lieber Sponsor

 

da ich weder Kunsthistoriker noch Kunstkritiker bin, kann ich ihnen die Berliner Künstlerin Susanne Haun nur in erzählerischer Form näher bringen.

 

Wie das bei Erzählungen so ist, sind sie meistens wahr und von starken persönlichen Ansichten geprägt.

 

Ich hatte das Glück oder Unglück(da wir beide unter vielen anderen Künstlern im Kunstzentrum-Tegel Süd arbeiten) bei der Entstehung, beim Transport und auch bei der Hängung der Bilder – sie sehen wo das Glück ist – dabei zu sein.

 

Was mich an der Künstlerin fasziniert, ist ihre nie ermüdende Energie, ihr enormer Ehrgeiz und ihre Hartnäckigkeit einmal gesteckte Ziele oder Ideen zu verfolgen und meistens zum Erfolg zu führen. Dabei bleibt ihre Spontaneität und die Freude an der Kunst, zum Glück nicht auf der Strecke.

Denn der Künstler muss auch Freude haben an dem was er tut, denn Sie als Betrachter spüren und sehen dies! (hoffentlich) Denn zur Kunst gehört der Künstler sowie der Betrachter und wenn alles gut läuft auch der spätere Käufer.

 

In dieser Ausstellung „Lebenspuzzle“ sehen sie (wie ich finde) viele Einblicke in die Seele der Künstlerin (Fragen zu einzelnen Bildern können sie später gerne an Frau Haun direkt richten).

Susanne Haun versteht es, Gesehenes und Erlebtes, insbesondere in Zusammenhang mit dem Menschen, aufs Papier oder die Leinwand zu bringen. Susanne erzählt uns im Grunde Geschichten, heitere und weniger heitere.

 

Heute können sie einen Teil ihrer großformatigen Arbeiten sehen, aber ich kann ihnen versichern, dass sie sich auch in kleineren Arbeiten, wie Zeichnungen, Radierungen, Linol- und Holzschnitten wohl fühlt.

Mich erstaunt ihre Vielseitigkeit, wobei dies bei ihrer Arbeit nicht zum Nachteil (wie bei vielen anderen Künstlern)wird, da sich alles um den Menschen dreht, um sie, d.h. ihr Inneres.

 

Wenn man sie kennt, und Künstler muss man kennen um sie zu verstehen, merkt man sofort, wann es ihr gut geht und wann nicht.

 

Sie gibt sich preis in ihren Arbeiten und das ist gut so. Denn nur so ist es authentisch, denn alles was zählt in der Kunst ist authentisch zu sein.

 

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass sie mir irgendetwas erzählt, und ich dies Erzählte einige Tage später dann in einer ihrer Arbeiten wiederfinde.

 

Bei all dieser Vielfalt und Arbeit, die die Kunst natürlich auch macht, muss man wissen, dass Susanne Haun auch noch Mutter, Ehefrau und berufstätig ist.

Aber auch dieses spiegelt sich in ihrer Arbeit wieder, sowohl das Fußballtraining ihres Sohnes Julian, als auch das Einkaufen.

 

Auch  der familiäre Urlaub oder dort Gesehenes wird malerisch dargestellt.

 

Die Künstlerin findet immer Zeit und Möglichkeiten zum Malen, ob im Atelier, zuhause, im Auto oder beim Training ihres Sohnes – Zeichenblock und Stift sind immer dabei!

 

Gleichzeitig denke ich, dass auch die Familie, ihr Sohn und ihr Mann, ihr die Möglichkeit geben und sie inspirieren sich malerisch auszudrücken, denn man spürt, dass sie dies will und auch tun muss!

 

Wie gesagt, man muss den Künstler kennen, um seine Kunst vollends zu verstehen.

Und ich möchte sie hiermit auffordern, Susanne Haun kennenzulernen und gleichzeitig bin ich sicher, sie werden in den Bildern Schönes entdecken, denn Kunst darf auch schön sein, ohne oberflächlich zu wirken.

 

Denn eines sind Susanne Hauns Bilder sicher nicht, oberflächlich, sondern voller Tiefe, Spannung und Dynamik.

 

Und nun schauen sie, fragen sie und empfinden sie………