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Der Betrachter erscheint mir selten so kritisch wie bei den Aktzeichnungen. Zu den hier gezeigten Bildern habe ich viele Kommentare vom Publikum bekommen. Bei einer Ausstellung sagte ein dicklicher alter Herr, die Frauen seien nicht so hässlich, wie ich sie malen würde. Während letzte Woche eine Sammlerin meiner Bilder mich fragte, warum ich immer nur schöne Frauen male. Ein Galerist äusserte sich in der Art, dass die Akte von einem regen sexuellen Leben sprechen.
Ich male, was ich sehe. Und ich sehe genau hin.
Nun warte ich gespannt auf die Kommentare, die mich zum Schmunzeln verleiten und mich erfreuen und mit Stolz erfüllen, weil meinen Bildern so viele verschieden Emotionen hervorzurufen vermögen.
Susanne Haun, Februar 2009
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